9.06.2014

Die Berge werden höher – Rhône-Alpes

Wir wohnen gerade in:
Treffort

Übernachtung:

143-144

09-10.Juni 2014

Jahresübersicht

Stellplatz

Campingplatz: De la Plage;D'Herbelon

Lat:44.899366 Long:5.673899

12,00 EURO

 

Reiseroute: 130 km

 

Karte

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10.06.2014:

Die Hektik von gestern ist heute komplett verflogen, die gesamte Gegend erscheint in einem anderen Licht. Der Campingplatz ist fast leer, am See ist keine Menschenseele.

Auf Grund der geänderten Situation kommen wir beim Frühstück ins Grübeln, ob wir nicht noch einen Tag verlängern wollen, wir haben ja noch die zweite Hängebrücke als Ziel.
Es gibt ein Stück weiter Richtung der Hängebrücken noch einen anderen Campingplatz, den haben Arno und ich uns gestern auf unser Exkursion noch angeschaut, uns gefiel der viel besser als unser hier. Wir beschlossen einfach, dort hin umzuziehen. Direkt am See, große Parzellen mit Rasen und Free WIFI. Camping D'Herberon
Na, wenn das mal keine Bedingungen sind. Nach 2km waren wir schon da, schnell war alles ein und wieder ausgepackt.

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Einfach herrlich, diese Ruhe, weit und breit keiner zu sehen.

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Die Sonne lacht auch wieder vom Himmel, da kann man mal richtig ausspannen.

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Alle sind begeistert von dieser Aussicht.

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Carmen inspiziert den See.

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So bekommen wir alle gut den Vormittag rum. Da wir ja nun 2km dichter an der Brücke sind, unternehmen wir am Nachmittag eine Wanderung dort hin. Außerdem wollten wir uns ja auch noch die zweite Brücke anschauen, die noch 3km hinter der ersten liegt. Wanderschuhe angezogen und los ging es.

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Nach 45 Minuten erreichen wir die erste Brücke.

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Alles wird erst mal genau unter die Lupe genommen.

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Auch hier ist heute überhaupt nichts los.

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Noch sind die drei Mädels etwas unentschlossen.

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Carmen geht mutig voran.

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Dann ging alles ganz schnell. Kaum drüben angekommen verschwand die Sonne hinter dicken Wolken, es begann zu donnern. Anders als gestern war es lauter und näher. Wir brachen die Aktion ab und drehten um. Schnell ging es zurück. Auf halber Strecke brach ein kräftiges Gewitter los. Mit Starkregen und Hagel. Wir schafften es leider nicht mehr trocken an den Mobilen anzukommen. Unterstellen machte auch wenig Sinn, wir waren eh bis auf die Haut nass.
Wo wir los gegangen sind hatten wir über 30 Grad, da lässt man ja zur Lüftung schon mal ein wenig die Dachluken aufstehen, na ja…hoffentlich scheint morgen wieder die Sonne, es gibt einiges zum Trocknen!

Das war heute nicht so ein schöner Abschluss.

09.06.2014:

Wir schlafen wunderbar auf unserer kleinen Farm! Sogar Baguettes gibt es, somit können wir gut gestärkt den Tag beginnen.

Wie gestern besprochen, steht ein Ortswechsel an. Die Provence ist Geschichte, wir gehen in großen Schritten auf die Rhône-Alpes zu.
Carmen erkundigt sich noch mal, bei der sehr netten Chefin des Campingplatzes, welches der beste Weg Richtung Grenoble sei. Auch sie sagte uns, dass wir nicht die kleinen gelben Straßen über den Berg nehmen sollen, sondern, die 10km zurück in das Tal fahren und dann die Hauptstraße nehmen sollen. Diesen Rat befolgen wir gerne, er stellt sich als goldrichtig heraus! Die Weiterfahrt verlief ohne Probleme.

Jeder fährt sein Tempo, das Ziel ist ja das Gleiche. Treffort am Lac Le Monteynard. Auf den gut ausgebauten Straßen fahren wir alle drei fast die gleiche Geschwindigkeit, so dass wir mehr oder weniger zeitgleich antrafen.

Menge los hier am Lac. Ist ja immer noch Feiertag, das Wetter kann nicht besser sein, Grenoble ist nah, alles das spricht für einen Wochenendausflug, dementsprechend voll ist es auch.

Es muss eine kleine Umgewöhnungsphase eintreten. Aus der Einöde in den Feiertagswochenendtrubel, dass ist schon etwas anderes…
Der Camping hat aber freie Plätze, wir sind schnell lebensfähig, dass hat sich mittlerweile gut eingespielt. Alles steht schnell.

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Dann wird der See inspiziert. Das erste was auffällt ist, der Wasserspiegel ist sehr stark abgesenkt. Entweder hat es sehr wenig geregnet, oder die Schnellschmelze blieb aus, hier fehlen gegenüber dem üblichen Wasserstand bestimmt 10m an Niveau. Somit ist der Weg zum Wasser weit und steinig.

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Alles liegt mehr oder weniger auf dem Trockenen.

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Trotzdem kann man gut baden, auch hier liegt die Wassertemperatur wieder bei 21 Grad, bei 34 Grad Lufttemperatur eine willkommene Abkühlung.

Bei normalem Wasserstand würde der Campingplatz fast direkt am Wasser liegen.

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Dann sehe ich am Campingplatz einen Hinweis über eine Wanderung zu einer Hängebrücke! Ich erkundige mich etwas genauer beim Betreiber und bekomme noch Informationsmaterial über einen Ausflug dorthin. Es gibt zwei, die die Seitenarme des Stausees überspannen. Coole Sache, auf so eine Attraktion warte ich schon jahrelang.
Ich kann Arno überreden mitzukommen. Wir nehmen aber lieber die Räder, ist ja schon ziemlich spät…
Wenn man sich nicht auskennt, fährt man nicht unbedingt den direkten Weg. Es ging erst mal sehr stramm berghoch und dann auch noch in die falsche Richtung… nach dem die Richtung wieder passt geht es genauso steil wieder bergab bis auf Seehöhe. Arno findet das alles gar nicht so witzig…
Nach 5km waren wir am Ziel, die kleinere der beiden Brücken liegt vor uns, Passerelle de l'Ebron liegt vor uns. Imposant anzusehen!

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Fast 200m Spannweite und eine Tiefe von 45-85m, je nach Wasserstand, aktuell werden es so ca. 55m sein, die es in die Tiefe geht.
Arno ist noch etwas skeptisch…aber die Konstruktion sieht wirklich sehr solide und neuwertig aus. Das hält schon…

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Es gibt noch eine etwas größere Brücke 3km entfernt von hier, an einem anderen Seitenarm, dass Vorhaben die auch noch zu besichtigen müssen wir leider abbrechen. Der Weg ist von hier nur noch sehr schlecht mit dem Rad zu befahren und es donnerte schon des längeren in den Bergen. Da braut sich wohl ein Gewitter zusammen!

Für den Anfang war das sehr schön anzusehen und zu erfühlen, wenn man über so eine freischwebende Brücke geht. Die andere vielleicht morgen…

Wir kommen glücklich von dem Erlebten zurück. Die Mädels haben alles eingeräumt, haben vor dem aufziehenden Gewitter alles in Sicherheit gebracht. Sehr vernünftig und weitsichtig.
Das Gewitter kreiste über uns, so richtig wollte aber nichts herunterkommen, wir warteten und warteten, wann es denn nun endlich losgehen würde. Daher kam auch der ganze weitere Ablauf etwas durch einander, so dass wir heute erst sehr spät das Essen einnehmen konnten.

Ein spannender Tag in den Ausläufern der Französischen Alpen geht zu Ende. Auch hier erleben wir eine imposante Natur und viele neue Eindrücke.

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